EDEKA

EDEKA wird Verantwortung für Mitarbeiter gerecht

Hamburg, 2013. Die von der Gewerkschaft Verdi verbreiteten Behauptungen bezüglich der so genannten "Privatisierungen", also der Übergabe von Einzelhandelsmärkten an selbstständige Kaufleute, weisen wir deutlich zurück. Verdi hat hier eine Studie konstruiert, der den seit über 100 Jahren erfolgreich funktionierenden Geschäftszweck des genossenschaftlich organisierten EDEKA-Verbunds ad absurdum führt. Der angebliche Einfluss auf schlechtere Arbeitsbedingungen konnte uns nie dargelegt werden, konkrete Beispiele wurden nie benannt.

Die Beispiele von Verdi stützen sich nur auf wenige Einzelfälle, die mit der Übergabe der Märkte nicht im Kontext stehen und die in unzulässiger Weise pauschalisiert werden. Um die Diskussion, ob und wie sich die Arbeitsbedingungen bei einem Betriebsübergang verändern, zu versachlichen, kooperiert EDEKA mit dem unabhängigen WABE-Institut, unterstützt von der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung. Das WABE-Institut erforscht in Zusammenarbeit mit den EDEKA-Regionalgesellschaften Minden-Hannover und Rhein-Ruhr bis Ende 2013 mögliche Auswirkungen auf die Beschäftigungsstruktur in einzelnen Märkten.

Die Idee des selbstständigen Kaufmanns ist Ursprung des EDEKA-Verbunds, und die vorrangige Stellung der Kaufleute ist per Satzung und Genossenschaftsrecht ausdrücklich verankert. Es ist satzungsgemäßer Auftrag des EDEKA-Verbunds, "wirtschaftlich gesunde, voll existenzfähige Betriebe selbstständiger Unternehmer des mittelständischen Lebensmittel-Einzelhandels zu schaffen, sie zu fördern und zu erhalten".

Zur Erklärung: EDEKA ist kein Konzern, sondern ein genossenschaftlicher Verbund, der von über 4.000 selbstständigen Kaufleuten getragen wird. Die Überführung eines so genannten "Regie-Marktes", der von einer der sieben Regionalgesellschaften geführt wird, in die Hände eines selbstständigen Kaufmanns dient ausschließlich dazu, den in den genossenschaftlichen Satzungen verbindlich vorgegebenen Förderzweck zu erfüllen. Dieser erlaubt, wie auch das Genossenschaftsgesetz, den Betrieb von Regiemärkten nur zum Nutzen der selbstständigen Kaufleute.

Solche Betriebsübergaben sind weder ein neuer noch ein großer Trend – er betrifft pro Jahr ca. 1 Prozent unserer Standorte. Bei einem solchen Übergang bestehen geltende Regelungen grundsätzlich weiter. Die gesetzlichen Bestimmungen gewährleisten, dass die erworbenen arbeitsvertraglichen Rechte der Arbeitnehmer mindestens für ein Jahr bestehen bleiben – zum Teil gehen die Unternehmer noch deutlich darüber hinaus. Selbstverständlich ist es allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Einzelhandel möglich, sich gewerkschaftlich zu organisieren. In allen Betrieben mit mindestens fünf Mitarbeitern kann ein Betriebsrat gegründet werden – auch bei selbstständigen Einzelhändlern.