EDEKA

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EDEKA Markt in Großhansdorf mit umweltschonender Speichertechnologie

Im EDEKA Markt Reinhardt verfolgte die Bauabteilung der EDEKA Handelsgesellschaft Nord mbH für den Heizungs- und Lüftungsbetrieb des gesamten Gebäudes (Tiefgarage mit Kellerräumen, Erdgeschoss und Dachgeschoss) den Einsatz einer innovativen Wärmerückgewinnungs- und Energiespeichertechnologie. Die neue Wärme-Kälte-Verbundtechnik ermöglicht den Gebäudebetrieb ohne eine zusätzliche Heizungsanlage mit fossilem Brennstoffverbrauch.

Beispielhafte Wärme-Kälte-Verbundanlage

In Verbrauchermärkten des Lebensmitteleinzelhandels wird ganzjährig ein Großteil des Strombedarfs zur Erzeugung von Kälteenergie aufgewendet. Die typische Energiebilanz eines Marktbetriebes zeigt im Verhältnis zum jährlichen Heizwärmebedarf so einen deutlichen Überschuss an Wärmeenergie aus der gewerblichen Kälteproduktion, wobei an einigen wenigen kalten Tagen der Heizperiode die Heizlast den Abwärmefall übersteigt. Eine klassische Heizungsanlage mit fossilen Brennstoffen ist wegen dieser Jahresenergiebilanz nicht mehr dringend erforderlich.

Die besondere Herausforderung besteht allerdings darin, dass zu Zeiten mit großem Wärmebedarf die Wärmeabgabe aus dem gewerblichen Kälteverbund zur Gebäudebedarfsdeckung nicht ausreichend verfügbar ist. Hier finden sich durch große Pufferspeicher oder die Anwendung von Geothermie entsprechende Speichermedien, welche mit einer Niedrigtemperaturbeheizung inkl. Baukernaktivierungen und einem kombinierten Kälte-Wärmeverbundsystem die betriebliche Kälteerzeugung aber auch die gebäudetechnische Heiz- und Raumluftkühlung umfassend gewährleistet.

Wirtschaftsförderung

Die Edeka Handelsgesellschaft Nord mbH wird im Rahmen des Zukunftsprogramms Wirtschaft (ZPW) des Landes Schleswig-Holstein im Handlungsfeld "Innovationen in Betrieben" mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) der Europäischen Union gefördert. In das ZPW fließen im Zeitraum 2007 - 2013 rund 704 Mio. Euro für die wirtschafts- und regionalpolitische Förderung in Schleswig-Holstein, davon rund 374 Mio. Euro aus dem EFRE, rund 208 Mio. Euro aus der Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW) sowie ergänzenden Landesmitteln in Höhe von rund 122 Mio. Euro.